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Strawinsky Igor »Sinfonie in drei Sätzen« | Strawinsky Igor »Sinfonie in C« u.a.
1 CD | 78min | Nr. 93.183
CD 1: » Igor Strawinsky: Sinfonie in drei Sätzen
» Igor Strawinsky: Sinfonie in C
» Igor Strawinsky: Psalmensinfonie für Chor und Orchester
Pressestimmen:
Gielen offers a big, brilliant performance that emphasizes the work`s bold and shimmering shapes…
International Record Review, März 2007

Zuerst habe Strawinsky, nachdem er den Auftrag der New Yorker Philharmoniker erhalten habe – so hat es sein damaliger ›Biograph‹, der polnisch-französische Komponist Alexandre Tansman überliefert – an ein Konzert für Orchester mit konzertierendem Solo-Klavier gedacht. Das war 1942. Zunehmend aber hat seine Musik, ehe sie 1945 als Symphony in three movements fertig war, sich anderswohin entwickelt.

Drei Schlaglichter nur: Strawinsky erinnert sich an München 1932: Braunhemden schlagen auf den Straßen, in aller Öffentlichkeit, Menschen zu Boden. Freunde von Strawinsky werden angegriffen. Stolze Arier blicken Strawinsky hasserfüllt in die Augen. Arme mit Hakenkreuzbinden deuten auf ihn und schreien: »Jude!« Strawinsky verfolgt den Zweiten Weltkrieg – darüber hat Robert Craft informiert, der Strawinsky übrigens bei Gelegenheit der von ihm selber dirigierten New Yorker Uraufführung der Sinfonie in drei Sätzen am 24. Januar 1946 »zum ersten Mal leibhaftig sah« – »mit Landkarten, auf denen er Tag für Tag die Positionen an der russischen, der italienischen und der Westfront markiert. Wieder zum stolzen Russen geworden (man lasse die Sowjetunion außer Acht), nimmt er an Benefizkonzerten zur Finanzierung der Kriegsanstrengung teil; die Schlusstakte der Sinfonie in drei Sätzen schreibt er in den Tagen der japanischen Kapitulation.« Strawinsky lernt, vor Abschluss seiner Sinfonie in drei Sätzen, Dmitrij Schostakowitschs 1941 komponierte, am 5. März 1942 uraufgeführte Siebte, die Leningrader-Sinfonie, kennen.

93.183 Beiheft-Text als pdf (102 KB)

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